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Über DERAD

DERAD wurde im Dezember 2015 als Netzwerk von Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis neu gegründet. Die Mitglieder arbeiten in Österreich und Deutschland an Universitäten, Hochschulen sowie für staatliche und nichtstaatliche Organisationen und Institutionen.

Kontakt aufnehmen

IN ÖSTERREICH. FÜR ZUSAMMENHALT UND DEMOKRATIE.

Teilnehmende einer Fachveranstaltung von hinten

ORGANISATION

Entstehung und fachliche Expertise

Neugründung 2015

DERAD wurde im Dezember 2015 aufgrund veränderter Rahmenbedingungen neu gegründet. Der Verein ist nicht mit dem zuvor bestehenden Verein NSZ identisch.

Wissenschaft & Praxis

Die Mitglieder verbinden wissenschaftliche Arbeit an Universitäten und Hochschulen mit praktischer Erfahrung in Justizanstalten, Beratung, Bildung und Extremismusprävention.

Multidisziplinäres Team

DERAD bündelt Expertise von PädagogInnen, Politik- und IslamwissenschaftlerInnen, SozialarbeiterInnen, Profilern sowie Fachpersonen für psychosoziale Krisen und Traumata.

AUFTRAG & ZIELGRUPPEN

Ziele von DERAD

Extremistische Einstellungen verändern

Ziel ist es, weltanschaulich radikalisierte Menschen von Einstellungen, Weltanschauungen und Praxen abzuhalten, die sie selbst oder andere gefährden, und Veränderungen extremistischer Sichtweisen und Handlungen zu ermöglichen.

Radikalisierung vorbeugen

Präventionsarbeit soll einsetzen, bevor es zu einer weltanschaulichen Radikalisierung kommt. Dazu gehören die drei Stufen der Prävention in Verbindung mit einem Multi-Agency-Ansatz.

Erfahrungen weitergeben

Praxiserfahrungen werden durch Publikationen und wissenschaftliche Forschung dokumentiert, damit weitere AkteurInnen davon profitieren können.

Unsere Zielgruppen

Personen mit extremistischen Einstellungen

Personen, die extremistischen Ideologien folgen oder zu gewalttätigen Handlungen im In- und Ausland bereit sind oder waren.

Betroffene und Angehörige

Enge Familienmitglieder, Verwandte, FreundInnen, Bekannte und weitere Bezugspersonen.

Fachkräfte und Berufsgruppen

PädagogInnen, Jugend- und SozialarbeiterInnen, Flüchtlingsbetreuung, Justizwache, Exekutive und Bundesheer.

Jugendliche, Vereine und Institutionen

Präventive Arbeit mit jungen Menschen in Schulen und Einrichtungen sowie Kooperationen mit Vereinen und Institutionen auf Anfrage.

Fachlicher Austausch in einem vielfältigen Team

ARBEITSWEISE

Fachlicher Ansatz

First-Line-Practice

In Justizanstalten und auf gerichtliche Weisung arbeitet DERAD direkt mit KlientInnen und bringt fachliche Einschätzungen in den Prozess ein.

Multi-Agency-Ansatz

Prävention und Deradikalisierung werden als gemeinsame Aufgabe verschiedener Fachstellen und Institutionen verstanden.

Fallbezogene Arbeit

Abklärungs-, Gruppen- und Interventionsgespräche werden mit der jeweiligen Situation, den zuständigen Fachdiensten und dem institutionellen Rahmen abgestimmt.

Rollen und Grenzen

DERAD ist nicht die endgültige Instanz für die Beurteilung einer Deradikalisierung und organisiert keine Personenüberwachung.

ERFAHRUNG

Erfahrung, Reichweite und dokumentierte Tätigkeit

Die Kennzahlen dokumentieren die auf der bisherigen DERAD-Website ausgewiesene Tätigkeit in Justiz, Prävention, Beratung und Bildung.

2015

Seit 2015 österreichweit aktiv

Prävention, Beratung, Intervention, Bildung und Forschung.

506

betreute Personen im Kontext Justiz

bis November 2022.

14–61

Jahre

Ausgewiesener Altersbereich der betreuten Personen; Stand November 2022.

Mehrere

Arbeitskontexte

Justizanstalten, Fachkonferenzen, Hochschulen, Schulen und internationale Fachveranstaltungen.

VERNETZUNG

Internationale Kooperation und Anerkennung

NETZWERK

RAN / Europäische Kommission

DERAD ist im Radicalisation Awareness Network der Europäischen Kommission vernetzt. Eine Maßnahme wurde als Beispiel in der „RAN Best Practices Collection“ geführt.

PARTNER

OSCE & UNODC

Fachlicher Austausch, Vorträge und Seminare im Rahmen internationaler Konferenzen und Trainings.

PARTNER

Internationale Erfahrung

DERAD war als Consultant für internationale Organisationen tätig. Die dokumentierten Aktivitäten umfassen unter anderem Libanon, Kasachstan, Sri Lanka und mehrere europäische Länder sowie die Betreuung von Rückkehrern im Auftrag einer Antiterroreinheit eines EU-Nachbarlandes.

TRANSPARENZ

Häufige Fragen und institutionelle Klarstellungen

DERAD beantwortet hier wiederkehrende Fragen zu Finanzierung, Kooperationen, organisatorischer Abgrenzung, fachlicher Rolle und konkreten öffentlichen Darstellungen.

DERAD verfügt über keine pauschale Grundfinanzierung. Tätigkeiten in Justizanstalten werden fall- und zeitbezogen per E-Rechnung an den Bund abgerechnet. Das Bundesministerium finanziert die Miete eines Zweizimmerbüros in Wien.

Anfragen der MA 11 werden seit 2024 nach tatsächlich erbrachter Arbeitsleistung pro Fall finanziell kompensiert.

Im Präventionsbereich arbeitet DERAD erfolgreich mit dem LVT beziehungsweise der LSE Wien zusammen.

Nein. Eine Zusammenarbeit im Sinne von Fallbesprechungen mit der Koordinierungsstelle für Extremismusprävention und Deradikalisierung besteht nicht.

Nein. DERAD war am Projekt „Kompass“ von DSN und Neustart nicht beteiligt oder eingebunden.

DERAD bezeichnet die dort ausgewählte Einzelfalldarstellung als unrichtig.

Nein. DERAD Bayern ist kein Zweigverein von DERAD in Österreich.

Nein. Der seit Dezember 2015 bestehende Verein DERAD ist nicht mit dem seit 2014 existierenden Verein NSZ identisch. Leistungen des NSZ werden DERAD nicht zugerechnet.

Rami Ali war kein Mitglied des im Dezember 2015 gegründeten Vereins DERAD. Dokumentierte Workshops fanden in einem anderen Vereinskontext statt.

Nein. DERAD kann neben Fachdiensten und Vollzugsleitung fachliche Einschätzungen abgeben, ist aber keine endgültige Instanz für die Beurteilung des Prozesses.

Nein. DERAD organisiert keine Personenüberwachung. Der Verein kann im Rahmen seiner Tätigkeit die Einhaltung von Weisungsbestimmungen kontrollieren.

Nein. Eine Deradikalisierung wurde von keiner Seite behauptet; die Person galt weiterhin als radikalisiert.

Nein. Die Entlassung erfolgte nicht, weil die Person als deradikalisiert galt; vielmehr wurden Auflagen erteilt.

Ja. DERAD verweist auf Publikationen zu diesem Themenfeld.

DERAD verweist auf zwei Studien zu ExtremistInnen, die in Zusammenarbeit mit dem BMEIA erstellt wurden: eine Studie aus 2017 und eine Studie aus 2018 zur Radikalisierung weiblicher Personen.

Drohungen gegen Leib und Leben sind der Grund für die eingeschränkte öffentliche Sichtbarkeit und die wechselnden Tätigkeitsorte.

Unsere Arbeit unterstützen

Mit Ihrer Unterstützung können Präventions-, Beratungs-, Bildungs- und Forschungsangebote langfristig weitergeführt werden.