Die Arbeit im Rahmen der Prävention, Demokratiebildung, Distanzierungs- und Deradikalisierungsarbeit sowie unsere ehrenamtliche Tätigkeit ist beendet. Dies gilt ebenso für die dokumentierte Arbeit in Justizanstalten, die insbesondere in Wien von einem katholischen Seelsorger unterstützt wurde.
In unserem Verein haben Frauen und Männer über viele Jahre engagiert mitgearbeitet. Ziel war stets die Verteidigung eines säkularen, demokratischen Rechtsstaates und einer pluralen Gesellschaft.
Eine kleine Rückschau: Zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer haben in den vergangenen Jahren wiederholt Workshops gebucht und diesen selbst beigewohnt. Sie konnten sich dabei von der Qualität und den Inhalten der Arbeit überzeugen. Der Themenbereich umfasste Radikalisierungsprävention, Islamismus, Verschwörungstheorien, den Nahostkonflikt und antiisraelischen Antisemitismus.
Die seit zwölf beziehungsweise elf Jahren andauernde Arbeit im Bereich der Aufklärung, Information und Schulung, die Durchführung von Seminaren sowie die Berichtslegung zu Fällen an Justizanstalten, Sicherheitsbehörden und weitere Institutionen ist seit Ende August 2026 beendet. Dazu gehörte auch die evaluierte Betreuung im Auftrag ausländischer Behörden.
In diesem Zeitraum wurden verschiedene Personen aus den Bereichen Sicherheit, Lehre und Soziales geschult. Die Erkenntnisse aus der praktischen Arbeit flossen dabei in die Schulungen ein. Der Austausch mit Sicherheitsbehörden, der Justiz und weiteren Institutionen, der bis zum Sommer 2026 andauerte, ist ebenso beendet. Immer wieder warnten wir auch in öffentlichen Statements vor möglichen Gefahren.
Wie in allen Vorträgen, Seminaren, Publikationen und öffentlichen Statements festgehalten, waren religiöser Extremismus und Radikalisierung neben anderen Formen des Extremismus Teil unserer Arbeit. Dazu gehörten auch alle Formen des Islamismus.
Rund 20 % der von uns betreuten Personen waren wegen NS-Wiederbetätigung verurteilt. Angehörige dieser Personen bedankten sich teilweise nachträglich für die Betreuung. Bei rund 1.000 betreuten Personen im justiziellen Kontext ist die Deradikalisierung teilweise oder gänzlich gelungen, bei einigen jedoch nicht. Andere verließen das Land, was mehr Sicherheit für Österreich bedeutete. Die Rückfallquote lag weit unter 10 %. Trotzdem waren wir damit unzufrieden.
Die Betreuung umfasste auch den von uns bearbeiteten ideologischen Teil und erfolgte stets in Begleitung der Fachdienste der Justizanstalten. Nach der Haft kamen die Bewährungshilfe oder beispielsweise Job-Coaching und Psychotherapie hinzu. Jeder Fall war anders, und so wird es auch bleiben.
Auf die häufig gestellte Frage, ob sich der Einsatz gegen Extremismus gelohnt hat, lautet unsere Antwort: Ja – im Sinne der Aufklärung, Prävention und Deradikalisierungsarbeit.
Wir hoffen im Sinne unseres Heimatlandes, dass die Präventions- und Deradikalisierungsarbeit weiterhin erfolgreich bleibt.
Für alle 13 Frauen und Männer endet dieses Kapitel hier. Zu diesem Themenbereich wird es von uns keine Stellungnahmen, Auskünfte, Tätigkeiten oder Empfehlungen mehr geben.
Das Team






